Reuther Männergesang erfüllt mit Freude
Bericht im Fränkischen Tagvom 15.05.2011, Autor: Alexander Hitschfel
Festwochenende Der Männerchor Eintracht Reuth ist stolz auf sein 100-jähriges Bestehen. Bei einem Festkommers am Freitagabend in der Turnhalle der Reuther Grundschule erhielt der Chor die begehrte Zelter-Plakette des Bundespräsidenten. Am Samstag brillierte der Jubelchor beim großen Festkonzert.
Das frisch gebackene Ehrenmitglied Johann Knorr (71) freute sich riesig über die hohe Auszeichnung mit der Zelter-Plakete. Knorr ist mit Leib und Seele seit fast sechs Jahrzehnten Sänger beim Männerchor "Eintracht Reuth".
"Das Singen hat bei uns in der Familie Tradition", schmunzelt der 71-Jährige. Sein Vater war bereits vor dem Krieg Vorsitzender des Männerchores Eintracht Reuth. Johann Knorr selbst ist mit 15 Jahren dem Reuther Männerchor beigetreten. Besonders gern singt er italienisches Liedgut und sakrale Lieder, verrät Knorr. Besonders stolz ist er darauf, dass auch seine zwei Söhne in seine Fußstapfen getreten sind und ebenfalls im Reuther Männerchor singen. Knorr sucht die Herausforderung und wagt sich auch gerne an schwierige Gesänge heran. "Ich will einfach gefordert werden", so Knorr.
Johann Knorr, der inzwischen seit insgesamt 57 Jahren den ersten Bass singt, und Josef Rascher, der seit 40 Jahren den zweiten Tenor gibt, wurden an diesem Abend durch den Ehrenvorstand Albert Leppert zu neuen Ehrenmitgliedern des Männerchores Eintracht Reuth ernannt. Aus den Händen von Kreischorleiter Christof Meier durfte der stellvertretende Reuther Chorleiter, Roland Wölfel, die Ehrung für 25 Jahre Chorleitertätigkeit in Empfang nehmen. Schirmherr, MdL Eduard Nöth (CSU) gratulierte allen Geehrten und zeigte sich in seinen Grußworten stolz darüber, selbst ein Teil dieses Leistungschores zu sein.
Grandiose Aufführung
Dass der Männerchor Eintracht Reuth als gesangliches Aushängeschild des Landkreises Forchheim betitelt wird und bereits erfolgreich an einem Bundes-Leistungssingen teilgenommen hat, bewies der Chor mit einem Festkonzert in der Sporthalle der Reuther Grundschule. Eine wahrlich grandiose Aufführung war der "Festgesang an die Künstler" von Felix Mendelssohn Bartholdy, den der Reuther Chor zusammen mit dem Bläserensemble Hundshaupten und Wencheol Song (Tenor), Tim Hamel (Tenor), Thomas Höhn (Bass) und Jens Birnbach (Bass) vortrug. Der Reuther Männerchor meisterte diese Aufgabe bravourös. Für weitere attraktive Programmpunkte sorgten neben dem Bläserensemble Hundshaupten der Coro Bianche Zime aus Rovereto. Dass der Männerchor sich auch zeitgenössischer Musik nicht verschließt, zeigte er im zweiten Programmteil, als dem Publikum ein musikalischer Streifzug durch die Welt des Schlagers, angefangen von den 30er Jahren ("Irgendwo auf der Welt") bis hin zum Jahre 2000 ("Alles, was gut tut" von Udo Jürgen) dargeboten wurde. Andreas Ringel begleitete hier am Klavier. Die Gesamtleitung des Konzertes lag in den Händen von Chorleiter Erich Staab.
Ein Festgottesdienst in der Reuther Kirche mit anschließendem Festzug zur Reuther Schule, rundete das Festwochenende ab.
Eine besondere Ehre wurde dem Reuther Chor am Freitag zuteil. Aus den Händen von Günther Kraatz, dem Geschäftsführer des Fränkischen Sängerbundes bekam der Vereinsvorsitzender Helmut Schübel die Zelter-Plakette überreicht. Sie wird vom Deutschen Bundespräsidenten an Chöre verliehen, die mindestens seit 100 Jahren musizieren. Musikalisch wurde der Festkommers durch den Jubelchor, durch den Männergesangsverein Burk, durch den Chor Cantabella Cäscilia Kirchehrenbach, durch den gemischten Chor der "Cäcilia" Kirchehrenbach und durch den Coro Bianche Zime gestaltet.
Die Jubilare
Aktive Sänger: 25 Jahre: Martin Knorr; 40 Jahre: Bruno Dötzer und Josef Rascher; 50 Jahre: Albert Dutka; 60 Jahre: Albert Leppert, Ludwig Schuster
Passive Mitglieder: 25 Jahre: Josef Brandl, Günter Brinke, Maria Ende, Hans Friedrich, Uli Hermann, Markus Krembs, Georg Leißgang, Peter Margraf, Hildegund Moosmüller, Gunda Ringel, Albin Schauer, Liselotte Schmitt, Christl Schuster, Jürgen Schuster, Jürgen Schuster, Wolfgang Spörlein, Bernadette Stadter, Gunda Stirnweiß und Max Vetter; 40 Jahre: Barbara und Gerhard Brietz, Gertrud Dutka, Hannelore und Werner Hasenbank, Wilfried Kasper, Angela Nadler, Robert Nürnberger, Philipp und Regina Rascher, Richard Schneider und Pauline Schuster; 50 Jahre: Georg Leppert; 60 Jahre: Otto Ammon, Leonhard Bremerein, Wendelin Seitz.
Bilder (Alexander Hitschfel):








